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08.08.2020

 

Appell zum sparsamen und nachhaltigen Umgang mit Trinkwasser

 

Um die öffentliche Wasserversorgung in diesen warmen und trockenen Tagen sicher zu stellen und
Versorgungsengpässe zu umgehen, appelliert der Wasserverband Bremervördet an seine
Kunden, mit der Ressource Trinkwasser sorgsam und nachhaltig umzugehen.

 

Die anhaltende Trockenheit und die damit einhergehende deutlich erhöhte Trinkwasserabnahme
kann zu weiteren Beeinträchtigungen in der nächsten Zeit führen. Durch die erhöhte Abnahme
kann es zeitweise zu Druckverlusten in den späten Nachmittags- und Abendstunden kommen bzw.
kann es durch die höhere Fließgeschwindigkeit in den Leitungen aufgrund von Aufwirbelungen in
Teilen des Rohrnetzes zu Eintrübungen des Trinkwassers kommen. Die Trübungen sind
gesundheitlich unbedenklich.

 

Der Wasserverband Bremervörde appelliert an seine Kunden, folgende Punkte zu unterlassen:

 

  • Beregnung von Rasenflächen,
  • Beregnung von Spiel- und Sportplätzen,
  • Befüllen von Pools und privaten Schwimmbecken  

 

Ansonsten ist das Trinkwasser möglichst sparsam und maßvoll zu gebrauchen.

 

Die Geschäftsführung

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12|08|2020
 
Reinwasserpumpen-im-Werk-Ta
Reinwasserpumpen im Werk Tarmstedt
Rohkeller-nach-Farben-geord
Rohkeller nach Farben geordnet:
Orange: Erstfiltrat und Entleerung
Hellblau: Spülwasser
Hellgrün: Vorfilter
Blau: Reinwasser
Grün: Rohwasser
Gelb: Spülfilter
Braun: Schlammwasser
Zulaufkammer
Zulaufkammer
Verduesung
Verdüsung
Spuelwasserpumpen
Spülwasserpumpen

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Die Wasseraufbereitung

Vielfach müssen das Oberflächen­wasser und das uferfiltrierte Wasser sowie das Quell- und Grundwasser vor der Abgabe in das Versorgungs­netz aufbereitet werden, weil das Wasser wegen seiner Lösungskraft auf dem Weg durch den Untergrund Stoffe wie Kalk, Eisen, Mangan und Kohlensäure aufnimmt. Das Oberflächenwasser enthält zudem Schwebstoffe, Algen und Bakterien. Am häufigsten beeinträchtigen die Eisen-Mangan Verbindungen die Wasserqualität. Sie sind zwar nicht gesundheitsschädlich, geben aber dem Wasser einen tintenähnlichen Geschmack und können auf Textilien Rostflecken hervorrufen.

Häufig sieht man die Spuren solchen Wassers als braune Flecken auf der weißen Emaille in Wasserbecken und Badewannen unterhalb eines tropfenden Wasserhahns. Im Innern der Rohre führt der Eisen- und Mangange­halt zu Verkrustungen. Eine dünne Kalkkruste in den Leitungen ist jedoch erwünscht, damit das Wasser das Material des Rohrnetzes nicht angreifen kann. Das geschieht besonders dann, wenn zuviel, d.h. „aggres­sive“ Kohlensäure im Wasser enthalten ist. Die Wasseraufbereitung hat also die Aufgabe, die Inhaltsstoffe des Trinkwassers entsprechend den Anforderungen der Trinkwasserverordnung und den betrieblichen Notwen­digkeiten zu steuern.

Eine typische Aufbereitungsanlage zeigt die obige Abbildung. Das Wasser gelangt dabei zuerst in eine Belüftungskam­mer, in der es durch Düsen fein zerstäubt wird. Dadurch verbindet sich der Luftsauerstoff mit dem gelösten Eisen, das Eisen wird oxidiert und „flockt“ aus. Ebenso ver­wandelt sich das Mangan in eine unlösliche Form. Das jetzt schmutzigbraune und milchig gewordene Wasser wird dann in zwei Becken reingefiltert.

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