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23|11|2017
 
Der Wasserkreislauf teilt sich so auf:
wasserkreislauf_sonne
(1) Durch die Wärme der Sonne verdunstet das Wasser auf dem Land und über dem Meer.
wasserkreislauf_wolken
(2) Das Wasser steigt als Wasserdampf auf und verdichtet sich zu Wolken, die vom Wind in Richtung Land getrieben werden.
wasserkreislauf_regen
(3) Der Wasserdampf kondensiert und fällt je nach Jahreszeit als Regen, Hagel oder Schnee auf die Erde zurück.
wasserkreislauf_verdunstung
(4) Der größte Teil der Niederschlagsmenge verdunstet erneut oder fließt als Oberflächenwasser wieder über Flüsse dem Meer zu.
wasserkreislauf_bach
(5) Auch kann das Wasser als Quelle wieder austreten und als oberirdischer Abfluss z.B. über einen Graben und Fluss ins Meer zurückgelangen.
Der Wasserkreislauf schließt sich.

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Der Wasserkreislauf – Wasser ist unser Leben

Haben wir genügend Wasser? Überall dort, wo wir Was­ser brauchen, zur Ernährung, im Haushalt, in den Be­trieben, in der Landwirtschaft oder für unsere Freizeit? Auf dem blauen Planeten Erde gibt es mehr Wasser als Land.

Wasser kann nie zur Neige gehen. Unser Wasserschatz ist zwar begrenzt, und das Wasser der Erde ist nicht vermehrbar; aber es bewegt sich in einem Kreislauf, genauer gesagt, in einer Vielzahl von Kreisläufen. Der wichtigste ist der zwischen Meer, Wolken und Land. Kein Tropfen Wasser geht verloren.

Der Wasserkreislauf teilt sich so auf

  • Über dem Meer verdunstet das Wasser zu Wasser­dampf, pro Minute rund eine Milliarde Kubikme­ter. Das entspricht etwa einem Drittel der Wassermas­se des gesamten Starnberger Sees.
  • Dieser Wasserdampf steigt hoch und verdichtet sich durch Abkühlung in der Höhe zu Wolken.
  • Einen Teil der Wolken treibt der Wind übers Land, wo sie ihre Feuchtigkeit als Regen, Schnee oder Hagel abgeben; dies besonders dort, wo der Auftrieb an den Gebirgen die Wolken weiter abkühlt.
  • Die Niederschläge nehmen verschiedene Wege. Ein Teil fließt oberirdisch in Bächen und Flüssen ab und wieder zum Meer zurück.
  • Ein anderer Teil versickert im Boden und wird zu Grundwasser. Er fließt unterirdisch den Flüssen und dem Meer zu, wenn er nicht als Quelle zutage tritt und oberirdisch abläuft.
  • Ein Teil der Niederschläge verdunstet schon während des Regenfalls.
  • Aus den Seen und Flüssen verdunstet gleichfalls Was­ser, das als Wasserdampf in die Atmosphäre zurückkehrt und früher oder später wieder als Niederschlag fällt.
  • Auch aus Pflanzen verdunsten erhebliche Mengen Wasser. Dieser Wasserdampf verdichtet sich ebenfalls zu Regenwolken.
  • Schließlich verdunsten noch große Niederschlagsmen­gen am Boden, auf Straßen und Dächern.

Weil die Meere eine viel größere Fläche als die Mas­se des Landes einnehmen, ist der Wasserkreislauf über den Ozeanen selbst viel größer als der zwischen Land und Meer. Dieser Kreislauf des Wassers bewirkt, dass das Meer nicht überläuft, trotz unzähliger Zuflüsse von riesigen Wassermengen. Dieser Kreislauf ist auch mitbestimmend für das ständige Fließen der Flüsse. Die Wassermenge auf der ganzen Erde bleibt unverändert bestehen.

Wasser ist nicht zu vergleichen mit Öl oder Kohle. Diese Rohstoffe gehen früher oder später zur Neige, weil der Mensch sie ausbeutet. Wasser aber wird alle Zeitläufe in Millionen von Jahren überstehen. Wasser wird nicht „verbraucht“. Wir „verbrauchen“ Heizöl oder Kohle. Wasser „gebrauchen“ wir. Nach Gebrauch fügt es sich in den Kreislauf ein. Die Eigengesetzlichkeiten des Was­serkreislaufs einschließlich der jeweiligen natürlichen landschaftlichen Zusammenhänge sind unumstößlich. Wasser kann man nicht anhalten, selbst wenn man es wollte, ginge es nicht. Im Wasserkreislauf geht nichts unter, nichts ist weg.

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