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08.08.2020

 

Appell zum sparsamen und nachhaltigen Umgang mit Trinkwasser

 

Um die öffentliche Wasserversorgung in diesen warmen und trockenen Tagen sicher zu stellen und
Versorgungsengpässe zu umgehen, appelliert der Wasserverband Bremervördet an seine
Kunden, mit der Ressource Trinkwasser sorgsam und nachhaltig umzugehen.

 

Die anhaltende Trockenheit und die damit einhergehende deutlich erhöhte Trinkwasserabnahme
kann zu weiteren Beeinträchtigungen in der nächsten Zeit führen. Durch die erhöhte Abnahme
kann es zeitweise zu Druckverlusten in den späten Nachmittags- und Abendstunden kommen bzw.
kann es durch die höhere Fließgeschwindigkeit in den Leitungen aufgrund von Aufwirbelungen in
Teilen des Rohrnetzes zu Eintrübungen des Trinkwassers kommen. Die Trübungen sind
gesundheitlich unbedenklich.

 

Der Wasserverband Bremervörde appelliert an seine Kunden, folgende Punkte zu unterlassen:

 

  • Beregnung von Rasenflächen,
  • Beregnung von Spiel- und Sportplätzen,
  • Befüllen von Pools und privaten Schwimmbecken  

 

Ansonsten ist das Trinkwasser möglichst sparsam und maßvoll zu gebrauchen.

 

Die Geschäftsführung

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12|08|2020
 
rohr_minstedt
Umlegen 300er Leitung in Minstedt.
wasserverteilung_haendewaschen
Zum Händewaschen kommt das Wasser zuhause einfach aus dem Wasserhahn.
wasserverteilung_neubau
Jedes Neubaugebiet wird an die Wasserversorgung angeschlossen.

Die Wasserverteilung in die Haushalte

Das Wasser, das durch die Rohrleitungen an die Bevöl­kerung abgegeben wird, wird aus den Vorratsspeichern entnommen. Die gespeicherte Wassermenge ist so bemessen, dass sie ständig, mindestens einmal täglich, er­neuert wird.

Der im Rohrnetz benötigte Wasserdruck wird durch Pumpen in den Wasserwerken erzeugt. Früher, als die Pumpentechnik noch nicht so weit fortgeschritten war, wurde das Wasser in Wassertürme befördert, die höher liegen mussten als die höchste Abnahmestelle. Solche Wassertürme gibt es nur noch selten. Wo sie noch vorhanden sind, stehen sie meistens unter Denkmalschutz und werden nur noch selten zur Wasserversorgung be­nötigt. In Ländern, die dem früheren Ostblock zuzurechnen sind, findet man vereinzelt noch Wassertürme als nüch­terne technische Bauwerke. Die Stadtwerke Bremervör­de hatten einen Wasserturm, der wegen Baufälligkeit vor einigen Jahren gesprengt werden musste.

Das Rohrnetz, ohne die Hausanschlüsse, ist mittlerwei­le fast 950 km lang. Das entspricht in etwa einer Auto­fahrtstrecke von der Nordsee bis nach München. Dazu kommen noch 19.500 Hausanschlüsse. Wenn man davon ausgeht, dass kaum ein Hausanschluss unter 10 Meter lang ist, viele aber länger sind, so wird das Netz durch sie um mindestens 195 km verlängert.

Als Hausanschlüsse werden die Leitungen bezeichnet, die die Hauptwasserleitung, die meistens im Straßen­grundstück liegt, mit den Verbrauchsleitungen in den Gebäuden verbinden.

In der Hauptwasserleitung sind Rohre mit einem inneren Durchmesser von 100 mm bis 350 mm verlegt worden. Alle Wasserleitungen sind in ihrem Durchmesser so bemessen, dass auch beim letzten Abnehmer Wasser in ausreichender Menge und in einwandfreier Qualität an­kommt, und zwar zu jeder Tages- und Nachtzeit. In die Ortschaften und Gemeinden kann das Wasser im allge­meinen mindestens von zwei Seiten eingespeist werden. Das wurde durch den Bau von Ringleitungen erreicht. Sie sind wichtig, weil so im Falle eines Rohrbruches die Wasserversorgung aufrechterhalten werden kann.

An den Rohrleitungen, soweit sie im Sand liegen, sind bis jetzt kaum Abnutzungserscheinungen bemerkbar. Im Moor dagegen werden die Leitungen von außen durch Säure angegriffen und mussten teilweise schon erneuert werden.

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